Weißer Tränen Bäche

Der Fluss der fröhlich rauschte
versiegte stets mit jedem Tag.
Ein großer Stein versperrte ihm das Wasser
Und lag ihm auf dem Herzen.

Die Sonne trocknet schon das Bett
Und kahle Luft gefüllter Löcher
verbreiten ihre Gase
stinkend und verpesten ihm den Atem.

Ein Vogel sitzt auf einem Ast
trällert heut' ein trauriges Lied
Von hellen und von glücklichen Tagen
die heute grau und neblig sind.

Er fliegt von Ast zu Ast
und sucht nach Nahrung in dem alten Fluss.
Die Forellen und die andern grauen Fische
Liegen tot am Ufersrand.

Doch das Wasser staute sich
bis ganz oben, bis zur Quelle.
Und die Bäche wurden Fluten
Und der Berg fing an zu beben.

Wassermassen rütteln an dem schweren Stein
Zerren, drücken, ziehen
Und auf einmal gibts kein Halten
Er wandert nun ins grüne Tal.

Ganz langsam rollt er sich von seinem Platz
Bald schon schneller und mit großer Kraft.
Zerdrückt er all die toten Fische
und schafft dem Fluß ein neues Bett.

Da setzt der Regen ein vom Himmel
Und dunkle Wolken weinen weiße Tränen
Frösche hüpfen in die Fluten
und tanzen zu des Vogels Lied.

Bunte Fische springen in die Luft,
mit ihrer Kraft und Zuversicht.
Und der Vogel schnappt sich einen
Es gibt jetzt nichts mehr zu beweinen.

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