Der Narr

Mit den Augen gekullert,
die Welt sich verdreht.
Verwirbelnde Beine
der Kopf uns jetzt schwindelt.

Wenn nun auch im Leben
Das Eine zum Anderen findet
Die Liebe mit Sehnsucht
sich endlich verbindet.

Der Regen verdunstet
im Wandel der Sonne.
Der Tropfen wird Nebel
und schwebt sich ins Tal.

Zur Ruhe sich betten
die Liebsten zur Stunde,
zerfließen in Träumen
im Sand sanfter Schäume.

Da prickelt das Meer
und tanzen die Wellen.
Hinfort flieht das Grau
Blau glitzernd - da schau!

Auch wenn es nichts nützt

In einer fernen Zukunft da sah sie das Licht
In einer anderen Galaxie, Du errätst es nicht.

Farben die leuchten und glitzern im Dunkeln
Verschluckt durch das Schwarze, die Schwere-los-zieht.

Im Garten der Liebe baut sie sich ein Haus
Es schleichen die Diebe dem Schatten voraus.

So fand ich sie sitzen
Gedanken die blitzten
Die Hand aufgestützt
auch wenn es nichts nützt.

Es vergingen die Jahre
die Stirn zog sich kraus
Ergraut warn die Haare
und doch kam nichts raus.

Da sitzt sie noch heute
und grübelt und denkt,
dass der Mensch handelt
-  und Gott lenkt.

 

Weißer Tränen Bäche

Der Fluss der fröhlich rauschte
versiegte stets mit jedem Tag.
Ein großer Stein versperrte ihm das Wasser
Und lag ihm auf dem Herzen.

Die Sonne trocknet schon das Bett
Und kahle Luft gefüllter Löcher
verbreiten ihre Gase
stinkend und verpesten ihm den Atem.

Ein Vogel sitzt auf einem Ast
trällert heut' ein trauriges Lied
Von hellen und von glücklichen Tagen
die heute grau und neblig sind.

Er fliegt von Ast zu Ast
und sucht nach Nahrung in dem alten Fluss.
Die Forellen und die andern grauen Fische
Liegen tot am Ufersrand.

Doch das Wasser staute sich
bis ganz oben, bis zur Quelle.
Und die Bäche wurden Fluten
Und der Berg fing an zu beben.

Wassermassen rütteln an dem schweren Stein
Zerren, drücken, ziehen
Und auf einmal gibts kein Halten
Er wandert nun ins grüne Tal.

Ganz langsam rollt er sich von seinem Platz
Bald schon schneller und mit großer Kraft.
Zerdrückt er all die toten Fische
und schafft dem Fluß ein neues Bett.

Da setzt der Regen ein vom Himmel
Und dunkle Wolken weinen weiße Tränen
Frösche hüpfen in die Fluten
und tanzen zu des Vogels Lied.

Bunte Fische springen in die Luft,
mit ihrer Kraft und Zuversicht.
Und der Vogel schnappt sich einen
Es gibt jetzt nichts mehr zu beweinen.

Flugträume

Ach du weißer Vogel
mit gebroch'nem Flügel

Kleiner, grauer Falter
in der kühlen Nacht

Du mein blauer Schmetterling
verweil' noch diesen Augenblick

Denn die dunkle scharze Witwe
mit den großen grünen Augen

hat sie alle -
umgebracht!

Ein Gedicht zur Jahreswende

So geht denn dieses Jahr zu Ende bald
Man sagt - im Jänner wird es bitterkalt!

So schwing für heute ich die Zipfelmütze
verlier die Hoffnung nicht, dass es was nütze.

Hoch und runter geht es immer wieder,
Schon im Mai wird blühn der vielbesagte Flieder.

Für heute setz ich auf den nicht vorhandnen Hut
Und schließ den Laden zu - ganz frohgemut.

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