Rote Sonne, gelbe Blätter, weißer Schnee

Eine rote Sonne spiegelt sich auf dem Asphalt
Das Wasser das jetzt schon verdunstet
Trübt mir die Sinne und den Verstand

Ich hebe dich auf kleiner Regenwurm
und bringe dich über die Straße
Ich grabe dich ein in weicher, aufgewühlter Erde

Gelb fallen die Blätter und braun verrotten sie dann
Kleiner Regenwurm, du kümmerst dich um sie
Wie jedes Jahr, um diese Zeit.

Vergrab sie tief, sodass keiner sie finde.
Die Blätter, die einst so grün, das Licht der Sonne sammelten.
Abgeworfen wurden sie, damit nicht das Eis sie erfasst

Und kalte Mäntel aus weißem Schnee werden sie tragen.
Kleiner Regenwurm, vergrabe dich tief.
Auf dass du nicht frierest - in winterkalter Nacht.

Herbstspiele

Rote, gelbe, braune Blätter
tanzen fröhlich auf den Straßen
Liegen dann in bunten Haufen
Lustig sind sie anzuschaun.

Kinder! Schnell den Blätter nach,
denn die fliegen mit dem frechen Wind.
Jetzt noch hier und gleich schon da,
doch die Kleinen sind geschwind.

Hände greifen in bewegte Luft -
doch das Blatt das wehrt sich.
Fliegt gleich links, dann fliegt es hoch
Lautes Lachen - jetzt ist's geschnappt.

Der Eisbär

Die Sonne strahlt
mit gelbem Licht
auf weißes Eis
und Rinnsaal tropft.

Ein Eisberg schwimmt
auf dunklem Wasser
darunter blaue Fische
die niemand sieht.

Ein Eisbär springt
ins kühle Nass
beisst in den Bauch
in kaltes Blut.

Die Augen quellen
das Maul verschmiert
die Zähne beißen
sich ins Fleisch

Da fällt ein Schuss
Das Fell wird rot
Die Augen starr
und trüb und matt

Ein letzter Atem
aus den Lungen
dann dringt das Wasser
in Maul und Schlund.

Es gibt kein Halten
der schwere Leib
sinkt langsam runter
und wird zu Eis.

Sonnentau

Sonnentau
Geht ein Pfau
schaut recht schlau

Wei oh wei
kommt vorbei
legt ein Ei!

Du

Weich scheint die Sonne
streicht sanft meine Haut
Benetzt mich wie Wasser
meine Seele jetzt taut

Auf geht mein Herz,
wie die Blume am Morgen
Und Augen die strahlen
ganz blau, bin geborgen

Offen und frei sein
lass Zukunft hinein
Vertraue und schaue,
was du mir jetzt bringst

Hab Angst noch ein wenig
Doch Sehnsucht mich treibt
In schützende Arme
Sind deine, ganz warme

So atme ich leise
und höre dir zu
Und achte auf Töne
die juchzen wie du

Berauschst meine Sinne
ich gebe mich hin
Der Fluß treibt mich fort
Wie ein Blatt und ein Wort.

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